Jahresberichte

2021: Der Grundstein für unser Herzensprojekt

Ende 2021 schlagen wir das erste Kapitel unseres Projekts auf: Nach jahrelangen, geduldigen Verhandlungen gelingt im Dezember der Kauf des wichtigsten Grundstücks (Teil 14) für den Fruchtwaldgarten. Mit diesem zentralen Areal legen wir das Fundament für unser gesamtes Vorhaben und schaffen die physische Basis für all unsere darauf folgenden Schritte.

2022: Pionierarbeit & Erste Infrastruktur

Das Jahr 2022 steht ganz im Zeichen des Aufbruchs und der Geländekunde. Zu Beginn ist das Areal dicht von über zwei Meter hohem, invasivem Gras überwuchert. Erst nach intensiven Freischneidearbeiten können wir die Topografie des Landes erstmals genau erkunden und die Routen für unser zukünftiges Wegenetz festlegen. Um das Land ökologisch abzusichern, tragen wir Gliricidia-Pflanzmaterial von einem Nachbarn herbei und pflanzen an der Westgrenze entlang des Flusses auf 200 Metern einen ersten Lebendzaun zusammen mit Bambus. Im August erweitert der Kauf von Teilgrundstück 15 unser Areal nach oben hin, wobei ein natürlicher Bachlauf im Osten für die ersten 60 Meter geschützten Puffer zur Nachbarschaft sorgt.

2023: Ökologische Landpflege & Geländesicherung

Mit naturnahen Ansätzen bringen wir 2023 weiter Struktur auf die Flächen. Wir setzen gezielt Rinder zur Beweidung ein, die das invasive Gras kurz halten und den Boden gleichzeitig natürlich düngen. Um das Wegenetz dauerhaft nutzbar zu machen, befreien wir die Pfade in Handarbeit von den tief sitzenden Grasbüscheln. Gleichzeitig legen wir eine lebenswichtige Feuerschneise im Süden an und sichern die Außengrenzen mit Gliricidia-Setzlingen aus dem eigenen Pfeffergarten sowie Stacheldraht. Mit den Zukäufen der Teilgrundstücke 16 und 17 erweitern wir das Land im Spätsommer und Herbst um wichtige Waldbereiche und Geländesenken für ein nachhaltiges Wassermanagement.

2024: Konsolidierung & Ausdauer

Das Jahr 2024 nutzen wir intensiv, um das Erreichte zu sichern und das Gelände kontinuierlich zu pflegen. Das regelmäßige Mähen des nachwachsenden Grases, das Instandhalten der Wege und die Pflege der Feuerschneisen sichern den Bestand. Hinter den Kulissen führen wir zeitintensive, richtungsweisende Gespräche mit den angrenzenden Nachbarn, um die Weichen für spätere, strategische Grundstückskäufe zu stellen.

2025: Logistik, Wertschöpfung & Großerweiterung

Dieses Jahr markiert einen großen Schritt in Richtung professionelle Infrastruktur und Direktvermarktung. Wir rüsten unser Packhaus mit neuen Waagen aus und schaffen im Mai einen eigenen LKW an, um den Transport für unser Fruchtexport-Projekt eigenständig abzuwickeln. Im Dezember schließt sich nach langen Verhandlungen ein weiterer wichtiger Kreis: Wir erwerben das rund 5.000 Quadratmeter große Teilgrundstück 18. Dadurch wird die Fertigstellung unseres Wegenetzes endlich möglich, wir schaffen Raum für neue Bauplätze und dehnen unsere geschützte Bachgrenze um weitere 125 Meter aus.

2026: Ein geschlossenes Ökosystem & Bio-Zertifizierung

Das Jahr 2026 bringt den entscheidenden Durchbruch für unsere langfristige Vision. Durch einen klugen Landtausch sowie gezielte Nachkäufe (Teilgrundstücke 19 und 20) gelingt es uns, die Ostgrenze bis hinunter zum Bachlauf komplett zu schließen. Unser Areal ist nun durch natürliche Grenzen und Pufferzonen zur Umgebung hin vollständig isoliert – die zwingende Voraussetzung für die geplante Bio-Zertifizierung. Gleichzeitig sichern wir die Eigenversorgung: Ende August fassen wir die eigene Trinkwasserquelle im Herzen des Grundstücks ein, und im September schaffen wir mit dem Bau der Zugangsstraße inklusive Flussbrücke die finale, wetterfeste Erschließung unseres Projekts.