Erschließung & Infrastruktur


1. Grundstückskäufe und Flächenkonsolidierung

Im Zeitraum von 2021 bis 2026 konnten wir schrittweise insgesamt rund 6 Hektar Land – aufgeteilt auf sieben Teilgrundstücke – sichern und zu einer geschlossenen Fläche zusammenfügen.

Die Topografie des Geländes zeichnet sich durch eine außergewöhnliche natürliche Isolation aus: An allen vier Himmelsrichtungen bilden Bachläufe natürliche Grenzen. Im Westen erstreckt sich der Grenzbach über 300 Meter, im Norden über 140 Meter und im Osten über 250 Meter (der verbleibende Abschnitt grenzt an eine Kautschukplantage, die in unserer Obhut ist). Auch die Südgrenze ist auf 80 Metern durch einen Bach geschützt und bietet zudem Potenzial für zukünftige Flächenerweiterungen. Diese rundum verlaufenden Wasserläufe gewährleisten maximale Unabhängigkeit und Schutz für das Gesamtareal.

2. Anlegung und Instandhaltung von Feuerschneisen

Ein zentraler Baustein unserer Risikovorsorge ist die Vorbeugung von Flächenbränden. Entlang der südlichen Grundstücksgrenze werden dauerhaft 5 Meter breite Feuerschneisen freigehalten. Ergänzend fungiert das angelegte Wegesystem als sekundäres Schneisennetz, das ein Übergreifen und schnelles Ausbreiten potenzieller Brände unterbricht. Durch regelmäßiges Mähen und Pflegen der Schneisen wird der Bewuchs kurz und im frischen Austrieb gehalten, was die leicht entzündliche Biomasse wirksam minimiert.

3. Wegenetz und Erschließung

Das Wegenetz auf dem Gelände folgt den Prinzipien der Permakultur: Die Fußwege werden priorisiert entlang der Konturlinien (höhenlinienparallel) angelegt, um die Erosion zu minimieren und ein komfortables Begehn der Hanglagen zu ermöglichen. Drei nord-südlich verlaufende Hauptwege sowie mehrere Querverbindungen formen ein zusammenhängendes Netz aus Rundwanderwegen.

Zur vollen infrastrukturellen und logistischen Erschließung des gesamten Areals wurde eine Brücke über den Fluss errichtet. Parallel dazu wurde im September 2026 auch die Hauptzufahrtsstraße angelegt. Diese dient in der aktuellen Entwicklungsphase vor allem der landwirtschaftlichen und baulichen Logistik (z. B. Transport von Kompost, Pflanzmaterial und Baustoffen per Traktor). In einer späteren Ausbaustufe ist die Straße auch für reguläre Fahrzeuge nutzbar, um Gästen und Touristen eine direkte Zufahrt zu den geplanten Ferienhäusern zu ermöglichen.

4. Grenzabsteckung und Grenzzäune

Die physische und optische Grenzsicherung des Areals ist abgeschlossen. Im westlichen Bereich setzen wir auf einen ökologischen „lebenden Zaun“ aus Gliricidia-Stecklingen mit einem Pflanzabstand von einem Meter. Die übrigen Grundstücksgrenzen sind im Abstand von 25 Metern durch Betonpfeiler eindeutig markiert. Entlang der Bäche wird bewusst auf aufwendige Zaunbauten verzichtet, da die Wasserläufe selbst eine wirksame natürliche Schutzbarriere bilden und eine Umzäunung direkt am Ufer topografisch unzweckmäßig wäre.

5. Wasserversorgung und Retentionskonzept

Über eine kleine Staumauer (Wehr) im oberhalb gelegenen Flussabschnitt soll Wasser abgefangen und über ein Netz aus Kanälen und Pipelines schwerkraftgespeist auf das Grundstück geleitet werden. Diese Infrastruktur könnte vielseitige landwirtschaftliche und gestalterische Möglichkeiten eröffnen: Neben der Anlage eines Teiches mit Mini-Wasserfall zur Mikroklimaverbesserung wäre die gezielte Bewässerung eines Reisfeldes sowie die Versorgung eines Bananenhains für seltene und lokale Sorten möglich. Allerdings nicht das ganze Jahr über.Für die Trockenzeit könnte ein Brunnen direkt vor der Staumauer der bereits gegraben wurde eine Lösung darstellen – Einfassung ist geplant. Hier könnte auch während der Trockenzeit gepumpt werden auf den direkt angrenzenden Berg. Damit wäre die Not-Versorgung des Zimt- & Fruchtwaldgartens möglich. (Allerdings sehr aufwendig: Pumpe, Tanks, Leitungen)

6. Sanfter Öko-Tourismus & Volunteering

Mit dem Bau von exklusiven Glamping-Naturunterkünften legen wir den Grundstein für sanften Ökotourismus. Später möchten wir Führungen durch den Zimtgarten und Besichtigungen der Verarbeitungsschritte anbieten. Urlauber können später hier Ihren selbst geernteten Zimt schälen und mitnehmen.
Aktuell: Bau eines Open-Air Dschungel-Pavillons am Wasserfall. Das ultimative Indoor-Outdoor-Wohnkonzept auf einer erhöhten Holzplattform direkt über einem rauschenden Bach und einem privaten Wasserfall-Naturpool gelegen. (Vermietung ab Sommer 2027 geplant)

Unterkünfte/Infrastruktur für 6 Volunteers: Das große Gästezimmer „Felsen-Suite“ mit Teichblick & Freiluft-Bad sowie separatem Eingang wurde renoviert und auf die Bedürfnisse der fleißigen Helfer angepasst. Wir haben seit Mitte 2026 regelmäßig internationale Helfer vor Ort, die uns auf der Farm unterstützen. Dabei erhalten wir Anfragen über https://www.worldpackers.com und https://wwoofindependents.org.