Jahresrückblick 2015

Vom Winter in Deutschland zum Start der Fruchtlawine

Das Jahr 2015 markiert den großen organisatorischen und unternehmerischen Durchbruch unseres Projekts. Von der erfolgreichen Beschaffung des Startkapitals im verschneiten Deutschland bis zur ersten fliegenden Tropenfrucht-Lieferung verwandelte sich unsere Vision in ein dynamisches Unternehmen: Mit dem Aufbau unserer Packstation nahe dem Flughafen Colombo, den ersten wöchentlichen Fruchtlieferungen nach Europa und dem Launch der Plattform für unsere Selbstversorger-Gemeinschaft schufen wir das logistische und finanzielle Fundament für alles, was folgte.



Januar: Winterzauber in Deutschland Das Jahr begann mitten im tiefen deutschen Winter. Für Anusha war es eine magische Zeit voller erster Male: Sie baute ihren allerersten Schneemann und besichtigte fasziniert ein echtes Iglu. Während wir meine Familie besuchten, reifte hinter den Kulissen der Entschluss für unser nächstes Großprojekt – die Gründung der Fruchtlawine.

Februar: Durchbruch & Rückkehr nach Sri Lanka Bei meinem Bruder in Hamburg erreichten wir einen entscheidenden Meilenstein: Es gelang uns, das gesamte Startkapital von über 12.000 € für das Exportgeschäft einzusammeln. Beflügelt von diesem Vertrauensvorschuss flogen wir Ende Februar zurück nach Sri Lanka. Direkt nach der Ankunft organisierten wir über einen guten Freund den ersten eigenen LKW für unsere Transportwege.

März: Dach über dem Kopf & wertvolle Hilfe Nachdem der LKW mit einer robusten Plane ausgerüstet war, ging es weiter nach Monaragala. Unsere Freunde Karin und Robert besuchten uns auf der Farm und unterstützten uns nach Kräften. Gemeinsam nutzten wir die Zeit, um dem Baumhaus endlich ein längst überfälliges, wetterfestes Dach zu verpassen.

April: Behördenmarathon & Pionierarbeit Anusha ließ das Exportunternehmen offiziell registrieren. Gemeinsam mit Kamal absolvierte sie unzählige Behördengänge, knüpfte erste Kontakte zu lokalen Bio-Bauern und begab sich auf die Suche nach einer geeigneten Packstation nahe dem Flughafen.

Mai: Der historische erste Flug der Früchte Wir mieteten ein Haus in Ragama an, um nah am Flughafen Colombo zu sein, und verlegten unseren betrieblichen Schwerpunkt dorthin. Auf der Farm kehrte vorübergehend Ruhe ein. Nach dem Eintreffen des Verpackungsmaterials schlug schließlich die große Stunde: Im Mai hob unsere allererste Testlieferung frischer Tropenfrüchte erfolgreich Richtung Deutschland ab!

Juni bis September: Die Fruchtlawine kommt ins Rollen Unser Rhythmus pendelte sich bei zwei Lieferungen pro Monat ein. Die Phasen zwischen den Versendungen waren prall gefüllt: Wir besuchten Bauern im ganzen Land, programmierten den Webshop, beantworteten Hunderte Kundenanfragen und bauten unsere Marketingkanäle auf.

Oktober: Rückenwind & Verstärkung Unser Freund Flow reiste für ein halbes Jahr nach Sri Lanka, um uns mit voller Kraft im Betrieb zu unterstützen. Auch bürokratisch gab es Rückenwind: Ich erhielt eine kostenlose Verlängerung meiner Aufenthaltsgenehmigung um weitere zwei Jahre.

November: Der wöchentliche Rhythmus Die Fruchtlawine stellte auf wöchentliche Lieferungen um. Der Alltag wurde extrem fordernd und verlangte uns alles ab, doch unser kleines Team spielte sich von Woche zu Woche besser ein. Trotz der intensiven Arbeit nutzten wir den Besuch unserer Freundin Alex für kurze Ausflüge nach Monaragala und an die Südküste.

Dezember: Eigener LKW & der Blick in die Zukunft Mit fünf Lieferungen im Dezember erreichten wir die bisher höchste Schlagzahl. Wir schafften einen eigenen LKW an und kämpften Woche für Woche um die Mindestversandmenge von 400 kg. Beflügelt von der Dynamik gingen wir zum Jahresende bereits den nächsten Schritt: Wir schalteten die Webseite für unsere geplante Selbstversorger-Gemeinschaft online, für die die Fruchtlawine das finanzielle Rückgrat bilden sollte.

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