Das Jahr 2013 stand ganz im Zeichen des kreativen Erschaffens, der Gemeinschaft und der ersten echten Gastfreundschaft. Unser Baumhaus-Projekt wuchs Schritt für Schritt aus dem Blätterdach heraus und entwickelte sich zu einem magischen Anziehungspunkt für Freunde, Familie und Helfer aus aller Welt.
Die ersten Monate des Jahres widmeten wir der intensiven Garten- und Farmarbeit, bevor Ende Februar Nils für drei Monate zurückkehrte. Gemeinsam verbrachten wir unzählige Stunden im Baumhaus: Allein um die hölzernen Bodenbretter zu hobeln, zu schleifen, zu lackieren und präzise einzupassen, benötigten wir zwei volle Wochen. Anschließend zimmerten wir ein passgenaues Bett sowie ein gemütliches Sofa direkt in die Holzkonstruktion. Das Baumhaus nahm immer mehr Gestalt an, während sich nach und nach liebe Gäste ankündigten – wie etwa mein Bruder mit seiner Kamera.
Der Tropenalltag erinnerte uns jedoch auch an seine Tücken. Eine schwere Fußverletzung setzte mich im Juli für einige Zeit außer Gefecht; dennoch schafften wir es in dieser Phase, die charakteristische Falltür des Baumhauses einzubauen. Bei dem Versuch, im August einen größeren Brunnen zu graben, stießen wir schließlich auf eine unüberwindbare Felsschicht – ein Bauprojekt, das uns einmal mehr Geduld lehrte.
Einen echten Energieschub erlebte die Farm im Herbst durch Juris Besuch. Für zweieinhalb Monate schlug er sein Quartier im Baumhaus auf, packte auf dem Grundstück tatkräftig mit an und brachte die Plantagen wieder auf Vordermann, während abends sanfte Ukulele-Klänge durch den Flusswald hallten. Im November vollendeten wir schließlich die Küche und das Bad im Baumhaus, bevor Nils Ende Dezember für die letzten Kleinigkeiten vorbeischaute. Das Jahr 2013 endete mit dem beglückenden Gefühl, nicht nur ein einzigartiges Bauwerk geschaffen zu haben, sondern einen Ort, der Menschen mitten in der Natur zusammenbringt.
