Die Geschichte

Vom Feuer geprüft, in Werten verwurzelt: Die Geschichte hinter Agape Roots

Manchmal braucht es eine Herausforderung, um den richtigen Weg mit absoluter Klarheit zu erkennen. Als im Jahr 2024 ein Feuer in der Nachbarschaft außer Kontrolle geriet und auf unser Land überzugreifen drohte, hielten wir den Atem an. Es war der Wendepunkt für unser gesamtes Vorhaben. Uns wurde klar: Bevor wir auch nur einen einzigen der 300 geplanten seltenen Obstbäume oder die empfindlichen Zimt-Agroforstkulturen pflanzen, müssen Infrastruktur, Brandschutz und Wasserversorgung unumstößlich stehen.

Strategischer Landkauf statt überstürzter Pflanzung

Wir trafen die Entscheidung, das Projekt nicht zu überstürzen. Stattdessen investierten wir all unsere Kraft und Mittel in langwierige Verhandlungen mit mehreren Nachbar-Eigentümern. Das Ziel: Die lückenlose Isolation unseres Geländes.

Heute zahlt sich dieser lange Atem aus. Gründer Benjamin Schreyer hat sein gesamtes 15-Hektar-Grundstück dem Projekt gewidmet. Durch den Zukauf der Schlüsselparzellen ist das Land nun durch Bäche, Hänge und kontrollierte Feuerschneisen vollkommen von konventioneller Landwirtschaft isoliert. Dies schafft nicht nur maximale Sicherheit vor Bränden, sondern bildet auch das ökologische Fundament für die angestrebte Bio-Zertifizierung der gesamten 15 Hektar. Zudem sicherten wir uns eine unberührte Trinkwasserquelle, Brunnenrechte und den Zugang zum Fluss für ein geplantes Mikrodamm-Projekt.

Die El-Niño-Trockenheit als Chance

Aktuell fordert uns das Jahr 2026 mit einer historischen El-Niño-Dürre heraus – ein Extremereignis, das wir in dieser Intensität seit 2008 nicht erlebt haben. Doch was auf den ersten Blick wie ein Hindernis erscheint, nutzen wir gezielt zu unserem Vorteil: Wir nutzen den trockenen Boden für die schwere Infrastruktur und bauen aktuell einen neuen Brunnen.

Statistisch folgt auf eine derart seltene El-Niño-Phase eine Reihe von Jahren mit verlässlichen Niederschlägen. Indem wir die Infrastruktur vor der Regenzeit Ende 2026 fertigstellen, setzen wir die Pflanzen genau im perfekten Moment in die Erde. Wenn der Regen einsetzt, finden die jungen Wurzeln ein perfekt vorbereitetes, geschütztes Areal vor.

Aus dem anfänglichen Selbstversorger-Experiment ist ein ausgereiftes Projekt geworden. Unter dem Namen Agape Roots verbinden wir Permakultur, ein Erholungsangebot für engagierte Familien aus der Region und sanften Öko-Tourismus zu einer zukunftsfähigen Einheit.